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Aus der langjährigen Spezialisierung auf das Gebiet des Familienrechts und der weitgehenden Konzentration meiner Tätigkeit auf die angegebenen Tätigkeitsschwerpunkte resultieren eine entsprechende Fach- und außergerichtliche Verhandlungs­kompetenz sowie auch die notwendige Prozesserfahrung, wie es aufgrund der zunehmend steigenden Anforderungen an die anwaltliche Tätigkeit heute unerlässlich ist.

Rechtsanwältin Gesine Uflerbäumer Trennung und Scheidung

Trennung

Voraussetzung einer Scheidung ist, dass die Eheleute grundsätzlich mindestens ein Jahr voneinander getrennt leben. Getrennt leben bedeutet, dass zwischen den Eheleuten keine häusliche Lebensgemeinschaft mehr bestehen darf und mindestens ein Ehepartner die häusliche Gemeinschaft nicht wieder herstellen will.

Wichtig ist also, dass die Ehepartner von „Tisch und Bett“ getrennt sind. Die Ehegatten müssen getrennt wirtschaften, in getrennten Zimmern schlafen, getrennt essen, getrennt einkaufen und jeder für sich die Wäsche waschen.

Zudem muss jeder Ehegatte in der gemeinsamen Wohnung einige Räume zur alleinigen Benutzung haben. Bei den gemeinschaftlich genutzten Räumen muss es eine zeitliche Aufteilung geben wann welcher Ehepartner die gemeinschaftlichen Räume nutzen darf.


Scheidung

Wann ein Antrag auf Scheidung gestellt werden kann, ist davon abhängig, wie lange die Ehegatten getrennt leben und ob nur einer der Ehegatten oder beide die Ehescheidung möchten.

Grundsätzlich sind die nachfolgenden vier Fälle zu unterscheiden:

  • Scheidung vor Ablauf des ersten Trennungsjahres (Härtefallscheidung)
  • Einverständliche Scheidung nach 1 Jahr Trennung
  • Streitige Scheidung nach 1 Jahr Trennung
  • Scheidung nach 3 Jahren Trennung

Die Scheidung vor Ablauf des ersten Trennungsjahres ist sehr selten und wird nur dann ausnahmsweise ausgesprochen, wenn besondere Gründe in der Person oder aber dem Verhalten eines Ehegatten gegeben sind, die die Fortsetzung der Ehe für den anderen Ehegatten unzumutbar machen.
Grund für eine solche Scheidung kann zum Beispiel die Gewaltanwendung eines Ehegatten gegenüber dem anderen sein.

Eine einverständliche Scheidung nach Ablauf des ersten Trennungsjahres ist der Regelfall. Dabei ist entscheidend, dass die Ehegatten zumindest seit einem Jahr getrennt leben und beide Ehegatten die Scheidung beantragen oder aber einer der Ehegatten dem Scheidungsantrag zustimmt. 

In diesen Fällen ist nach dem Gesetz davon auszugehen, dass die Ehe zerrüttet ist. Bei einer streitigen Scheidung stellt einer der Ehegatten den Scheidungsantrag; der andere Ehegatte möchte jedoch nicht geschieden werden.

Der Ehegatte, der die Scheidung einreicht muss beweisen, dass er bereits ein Jahr vom anderen Ehegatten getrennt lebt und das Familiengericht davon überzeugen, dass die Ehe zerrüttet ist und er die eheliche Lebensgemeinschaft nicht mehr wieder aufnehmen möchte.

Spätestens nach Ablauf von 3 Jahren nach der Trennung geht das Gesetz davon aus, dass die Ehe in jedem Fall gescheitert ist (sog. unwiderlegbare Zerrüttungsvermutung). Die Gründe für das Scheitern der Ehe spielen keine Rolle mehr. Es muss also nur nachgewiesen werden, dass die Eheleute seit 3 Jahren getrennt leben. Das Familiengericht muss die Ehescheidung dann aussprechen.


Kosten der Ehescheidung

Die Kosten einer Scheidung setze ich aus den Positionen Anwaltskosten und Gerichtskosten zusammen. Grundlage für die Berechnung der Anwalts- und Gerichtskosten ist der Gesamtstreitwert, der sich aus den Einzelstreitwerten für Scheidung und Scheidungsfolgesachen wie zum Beispiel Versorgungsausgleich, zusammensetzt.

Die Gerichtskosten bestimmen sich ebenso wie die Anwaltsgebühren nach dem Gegenstandswert.


Scheidungsfolgenvereinbarung

Mit der Heirat treten automatisch gewisse Rechtswirkungen ein. So entsteht mit der Heirat der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft.

Für den Fall, dass sich das Vermögen des einen Ehegatten während der Ehe mehr erhöht hat als dasjenige des anderen Ehegatten, muss er im Falle einer Scheidung einen Zugewinnausgleich in Höhe der Hälfte der Differenz zahlen. Das Vermögen des bessergestellten Ehegatten kann sich dadurch erheblich vermindern.

Sowohl der Zugewinnausgleich, wie auch der Ausschluss bzw. Verzicht des Versorgungsausgleichs oder aber der nacheheliche Unterhalt können noch vor Durchführung des Scheidungsverfahrens notariell geregelt werde. Regelungen über die Folgen einer Ehescheidung nennt man Scheidungsfolgenvereinbarung.

Voraussetzung für eine solche Regelung ist jedoch, dass bei den Parteien Einvernehmen über die zu regelnden Einzelheiten besteht.


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