Kindesunterhalt

Beim Kindesunterhalt ist zunächst zu unterscheiden, ob es sich um minderjährige oder aber volljährige Kinder handelt.

Gegenüber minderjährigen Kindern besteht eine erhöhte Unterhaltsverpflichtung, da diese sich nicht selbst unterhalten können. Die Höhe des Unterhalts richtet sich nach der sogenannten "Düsseldorfer Tabelle". In der Düsseldorfer Tabelle, die von allen Familiengerichten in Deutschland beachtet wird, ist die Höhe des Kindesunterhalts nach Alter des Kindes und Höhe des Einkommens des zahlenden Elternteils festgelegt. Grundsätzlich muss nur derjenige Elternteil Barunterhalt zahlen, der das Kind nicht betreut und versorgt.
Auch für den Fall, dass ein Elternteil regelmäßig Unterhalt zahlt, aber die Höhe des Unterhalts nicht durch Urteil, Jugendamtsurkunde oder notarielle Vereinbarung (Unterhaltstitel) festgelegt worden ist, kann der betreuende Elternteil vom zahlenden Elternteil die Schaffung eines Unterhaltstitels fordern. Sollte der zahlende Elternteil die Zahlungen von Kindesunterhalt aussetzen oder aber mindern, so kann mit diesem Vollstreckungstitel sofort zum Beispiel das Arbeitseinkommen gepfändet werden.
Bei volljährigen Kindern ist zu unterscheiden, ob die Kinder noch zur Schule gehen oder aber aus einem anderen Grund weiterhin von den Eltern abhängig sind oder bereits selbst eine eigene Lebensstellung entwickelt haben. Weiterhin ist zu unterscheiden, ob die volljährigen Kinder noch zu Hause wohnen oder selbst einen eigenen Hausstand haben.